Auf der Suche nach unseren kosmischen Ursprüngen
Erwachsenenprogramm – Dienstag 20 Uhr, Sonntag 17 Uhr
Dauer ca. 60 Minuten
ALMA – die neue Teleskopanlage der Europäischen Südsternwarte: Einblicke in ein staubiges Universum.
5000 Meter über dem Meeresspiegel liegt in den Anden die Hochebene von Chajnantor. In dieser wüstenhaften Umgebung wird für die Europäische Organisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre (ESO) ein gigantisches neues Observatorium gebaut: ALMA – Abkürzung für: Atacama Large Millimeter Array – ist eine Anlage von 50 grossen Antennen, die elektromagnetische Wellen im Millimeterbereich aufzeichnen kann.

Die Wüstenatmosphäre in dieser grossen Höhe enthält kaum noch Wasserdampf, der den Empfang von Millimeterwellen unmöglich machen würde. 400 Jahre nachdem Galileo Galilei zum ersten Mal ein Fernrohr an den Himmel richtete, möchte die ESO mit dieser Teleskopanlage ein weiteres Fenster in den Weltraum aufstossen.
Zu den Aufgaben des von Nordamerika, Japan und Europa gemeinsam finanzierten Instruments gehört es, die Entstehungsgebiete von Planeten und Sternen in kalten interstellaren Wolken und protoplanetaren Akkretionsscheiben zu erforschen.

Millimeterwellen sind besonders geeignet, ausgedehnte Gas- und Staubwolken zu durchdringen, welche Stern- und Planeten-Entstehungsgebiete verhüllen. Infrarotgalaxien im frühen Universum und andere Galaxien sind weitere wichtige Ziele.

Mit unserem neuen Programm versuchen wir einen Blick in die Zukunft der Astronomie zu werfen, die ab 2013 mit der Fertigstellung dieses einzigartigen Instruments beginnen wird.
