Technik

Um den Besuchern des Planetariums eine möglichst erlebnisreiche Vorführung zu garantieren, arbeitet im Hintergrund eine Menge an Technik. Einen Teil davon möchten wir Ihnen an dieser Stelle etwas näherbringen:

Sternhimmel 

Für den Besucher am besten sichtbar ist der Sternenprojektor im Mittelpunkt der Kuppel. Es handelt sich dabei um einen Skymaster ZKP3 der Firma Carl Zeiss.

Projektor ZKP3

Er ist verantwortlich für die Projektion der rund 7000 Sterne an den Planetariumshimmel, der Planeten und diverser weiterer Himmelselemente. Dank mehrerer beweglicher Achsen kann der Sternenhimmel zu jedem Zeitpunkt über jedem Punkt der Erde dargestellt werden. Die einzelnen Planeten sind durch ein Getriebe gekoppelt und stellen so eine Art mechanischen Rechner dar. Somit lässt sich jede Planetenkonstellation im Zeitraum zwischen 19xx und 20xx rekonstruieren. Angesteuert wird der Projektor durch einen PC, welcher hinten in der Kuppel beim Vorführer platziert ist.

Standbilder 

Für den Besucher versteckt arbeiten viele weitere Geräte im Hintergrund. Eine ganze Armada von Diaprojektoren sorgt für das volle 360°-Erlebnis.

Diaprojektoren

  • 12 Projektoren können ein 360°-Panorama in bis zu 2 Meter Höhe rund um die ganze Kuppel projizieren. 
  • 6 Projektoren projizieren ein kuppelfüllendes All-Sky-Bild.
  • 6 Projektoren sind für allgemeine Bildprojektionen eingesetzt.

Bei den Projektoren handelt es sich um Ektapro 4020/7020 der Firma Kodak.

Video

Zur Videoprojektion wird ein handelsüblicher Beamer der Firma Eiki eingesetzt. Da dieser Beamer (wie fast alle heute üblichen) im Dunkeln immer ein grau-schwarzes Rechteck projiziert, wird er bei Nichtgebrauch mit einer Blende abgedeckt. Das Videomaterial wird durch einen DVD-Player geliefert. 

Sound

Aufgrund der eher schwierigen Akustik in einer Kuppel, ist der Betrieb einer Surround-Sound Anlage sehr schwierig. Durch die vielen Schallreflexionen ist es praktisch nicht möglich, über die ganze Kuppel verteilt den gleichen Klang zu erreichen. Ebenfalls ist die Ortbarkeit eines Geräusches sehr schwierig. Aus diesen Gründen hat man sich beim Bau der Anlage für ein "normales" 2.1 System entschieden. Das heisst: vorne links und rechts (praktisch über den Türen) sind je ein Satellit und vorne im Zentrum ein Subwoofer platziert. Als Soundquellen stehen uns unzählige Optionen offen. Hauptsächlich wird der Ton von einem PC abgespielt, durch den Einsatz eines Digitalmischpultes (Yamaha 01V) kann jedoch vollautomatisch auf eine andere Quelle (z.B. DVD, CD) gewechselt werden. Für den ordentlichen Schalldruck sorgen zwei Endstufen, welche den Sound verstärken.

Licht

Für eine stimmungsvolle Beleuchtung stehen während einer Vorführung zwei Elemente zur Verfügung: Auf der Montierung des Sternenprojektors befinden sich weisse und blaue Lampen, welche für die meisten allgemeinen Effekte ausreichen. Für speziellere Situationen kommt die sogenannte Lichtvoute zum Einsatz. Mit dieser kann ganz unten der Horizont der Kuppel in diversen Farben beleuchtet werden. Dies wird vor allem genutzt, um Sonnenauf- und Untergänge zu simulieren.

Die Kuppel in hellem rot

Das Licht kann bei voller Leistung auch die ganze Kuppel in eine Farbe einhüllen.

Für einzelne Vorführungen kann die Einrichtung leicht um weitere Spezialeffekte erweitert werden. So verfügen wir über einen motorisierten Spiegel mit dem sich Bilder durch die Kuppel bewegen lassen. Ausserdem werden bei einzelnen Vorführungen Stroboskope eingesetzt.

Steuerung

Natürlich müssen alle diese Komponenten irgendwie koordiniert werden. Dazu befinden sich hinten beim Vorführer zwei PCs. Der eine dient der Ansteuerung des Sternenprojektors. Der andere übernimmt die Gesamtregie. Mit der Software m.objects werden alle Komponenten direkt angesteuert. Damit auch der Sternhimmel zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, wird der Zeiss-PC mit einem Timecode Signal synchronisiert.

"Kommandozentrale"

Live-Programme werden im manuellen Betrieb gefahren: der Vorführer steuert den Skymaster ZKP3 direkt über die Kommando-Einheit mit ihren zahlreichen Tasten und den sechs Potentiometern. Der PC vorne lnks übermittelt die Signale an den Projektor.