Die Tiefe des Alls
Erwachsenenprogramm –
Dauer ca. 60 Minuten
Viele Menschen erschrecken beim Gedanken an die Größe des Weltalls. Andere verspüren ein Gefühl der Verlorenheit, manche auch der Demut. Wieder andere erleben, wie sich angesichts der phantastischen Größe des Weltalls die alltäglichen, persönlichen Sorgen und Probleme relativieren.
("Die Tiefe des Alls" ist vorläufig nicht mehr im Angebot)
Niemand, der über sie nachdenkt, bleibt unberührt von der Tiefe
des Alls! Woher aber weiß man eigentlich, wie groß das Weltall ist? Welche Messlatten braucht man, um die Entfernungen der Sterne zu messen?
Diese Fragen sind im Verlaufe der Zeit von den Astronomen sehr unterschiedlich,
aber mit einer eindeutigen Tendenz beantwortet worden: Die Vorstellungen
über die Größe des Universums mussten immer wieder nach
oben hin korrigiert werden!
Zunächst musste jedoch die Vorstellung einer zentral im Weltraum
liegenden Erde aufgegeben werden, einer Erde, die umhüllt, ja sogar
geborgen war von einer Folge von Sphären, deren äußerste,
die Fixsternsphäre eingebettet war in den göttlichen Bereich,
in welchen die Menschen sowieso nicht eindringen konnten. Erst nachdem
dieser Geozentrismus überwunden war, konnte im 17. und 18. Jahrhundert
das Sonnensystem mit seinen Planeten vermessen werden, mit Methoden ähnlich
denen der Landvermesser auf der Oberfläche unseres Planeten.

Königsberger Heliometer
Im 19. Jahrhundert war die Beobachtungstechnik der Astronomen schließlich
soweit, in die Welt der allernächsten Fixsterne vorzudringen, einer
Welt, die von unserem nicht gerade kleinen Sonnensystem schon durch einen
tiefen Abgrund getrennt ist.
Aber erst im 20. Jahrhundert tat sich die unendliche Weite des Alls durch
eine rasche Folge von verbesserten Instrumenten und Messmethoden in seiner
ganzen Phantastik auf. Es wurde immer klarer: Unser Wohnort, der Planet
Erde ist weniger als ein Stäubchen in einem Universum voller Größe,
Schönheit und Majestät!
Unser neues Planetariumprogramm "Die Tiefe des Alls" zeichnet
den Weg des menschlichen Nachdenkens über die Größe des
Universums bis in die neueste Zeit nach.
Heute lassen sich die Astronomen von explodierenden Sternen – den
Supernovae in fernsten Galaxien- die Geschichte von der unfassbaren Größe
von Zeit und Raum erzählen.
"Die Tiefe des Alls" ist das fünfte Programm, das im Planetarium Kreuzlingen zu sehen ist.
